Franz-Stock-Gruppe

There’s an old belief ...
That on some distant shore,
old friends far from dispair and grief,
shall meet once more ...

In den Jahren 1968 - 1970 war ich Mitglied einer internationalen Jugendgruppe, die hauptsächlich aus Neheimern und Chartrensern bestand. Die Initiative ging von dem Vikar Johannes Arens und Père Siegfried aus. Sie nannten die Gruppe "Franz-Stock-Gruppe" nach einem Neheimer Priester, der während des 2. Weltkrieges in Chartres französische Kriegsgefangene betreut hatte. Unter dem Dach des Deutsch-Französischen Jugendwerkes organisierten die beiden abwechselnd Arbeitslager in Frankreich und Deutschland; dort arbeiteten wir gemeinsam an sozialen Projekten, wie dem Bau eines Kinderspielplatzes in einem "SOS-Kinderdorf" oder der Anlage von Wald- und Trimm-Dich-Pfaden. Natürlich schlossen wir untereinander Freundschaften und besuchten uns gegenseitig auch außerhalb von Gruppenaktivitäten. Übers Jahr schrieben wir uns. Im Jahr 1970 löste sich die Gruppe aus verschiedenen Gründen auf, Freundschaften brachen auseinander oder blieben, manche wurden zu Lebensgemeinschaften mit Brief und Siegel.

34 Jahre später, im September 2004 fand meine Schwester in unserem Elternhaus, welches sie in Neheim-Hüsten bewohnt, einen Karton mit Briefen von meinen Freundinnen Marie-Claude und Michelle an mich - was für Jugend-Erinnerungen! Noch am selben Tag fasste ich einen Entschluss, telefonierte wochen- monatelang, googelte, mailte und im April 2005 trafen sich 50 Ehemalige teilweise mit Familienangehörigen für ein langes Wochenende in Chartres.

Noch im selben Jahr besuchte uns Patrice Weihnachten 2005 in Bönen und spielte auf dem 1. Benefiz-Konzert mit mir und anderen Freunden gemeinsam auf der Bühne. Er gab auch eine Jazz-Einlage zusammen mit seinem Sohn Thomas (Saxophon) und seine 16-jährige Tochter Beréngère führte eine klassischen Tanz auf. Auch unser Gegen-Besuch bei Patrice in den Herbstferien 2006 stand ganz unter dem Motto "gemeinsam musizieren".

Im April 2009 trafen sich wiederum französische und deutsche Gruppenmitglieder der 1. Stunde in der DJH am Sorpesee. Sie fanden sich zu einem Besuch auf dem Boberg, bei dem Herr Arens eine Andacht hielt, zu einem Besuch beim Franz-Stock-Denkmal und dem  Elternhaus in Neheim und vielen weiteren gemeinsamen Aktivitäten ein.

Zum „kleinen Jubiläum“ des Benefiz-Konzertes 2009 (s. Seite "Bönener für Bönener) besuchte uns die Familie Guille wieder, um auch dieses Mal aktiv auf der Bühne mit dabei zu sein.
 
Auf der Seite "Familien- & Ahnenforschung" gibt es einen Ausschnitt aus dem Tagebuch meiner 84-jährigen Tante Rosemarie Müller-Wortmann aus Argentinien, die von Franz-Stock in Paris zusammen mit ihrem Bruder Paul zur Erstkommunion geführt wurde. Wenn Sie mehr über Franz-Stock's Leben erfahren möchten: www.franz-stock.org/fr.